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Warum ist die Nordhalbkugel wärmer als die Südhalbkugel?

 Eigentlich müsste die Südhalbkugel wärmer als die Nordhalbkugel sein, wenn man sich überlegt, dass riesige Wasserflächen die Wärme speichern und die Erde im Südsommer sogar noch dichter an der Sonne ist als im Nordsommer. Zumindest die größere Nähe zur Sonne im Südsommer wird durch einen wenige Tage kürzeren Sommer wieder aufgehoben - die Erde bewegt sich in Sonnennähe mit höherer Geschwindigkeit um die Sonne. Messungen haben jedoch immer wieder gezeigt, dass die Nordhalbkugel im Mittel wärmer ist als die Südhalbkugel. Dieses Rätsel glauben Forscher jetzt erklären zu können: Eine Ursache liegt in der abkühlenden Wirkung der vielen Schönwetterwolken über den riesigen Ozeanflächen der Südhalbkugel. Der dominierende Effekt ist jedoch der Wärmetransport der Ozeane von Süd nach Nord, so dass Netto ein Wärmefluss in Richtung Norden erfolgt. Wissenschaftler um Georg Feulner vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) haben anhand von Modellsimulationen errechnet, dass bei einem fehlenden Golfstrom die Temperaturdifferenz zwischen Nord- und Südhalbkugel nahezu verschwinden würde. 

 
Quelle: spiegel.de
Turbulentere Transatlantikflüge durch den Klimawandel

Flugzeug Piloten berichten in den letzten Jahren von einer größeren Häufigkeit von Turbulenzen bei Transatlantikflügen. Mit Hilfe von Klimamodellen wurde der Trend jetzt bestätigt: Insgesamt 21 verschiedene Turbulenzmodelle wurden mit den vorindustriellen CO2-Werten gerechnet. Dann wurden die CO2-Konzentrationen schrittweise auf den doppelten Wert des vorindustriellen Zeitalters erhöht - solche Werte werden vermutlich bis zum Jahr 2050 erreicht. Das Ergebnis: Die Turbulenzen stiegen zwischen 40% und 170%, insbesondere zwischen dem 30. und 75. Breitengrad, an. Das ist gerade der Bereich mit besonders starkem Flugverkehr. Die Beobachtungen der Piloten werden durch diese Studie damit bestätigt. Ursache des Anstiegs bei den Turbulenzen ist die Verlagerung des Jetstreams. Damit dürften Transatlantikflüge zukünftig ruppiger werden und der Treibstoffverbrauch bei solchen Flügen ansteigen. Auch die mit den Turbulenzen verbundenen Gefahren dürften ansteigen. Der Flugverkehr hat einen Einfluss auf das Klima - aber wie es aussieht wird der Klimawandel auch einen Einfluss auf den Flugverkehr haben. 

Quelle: scinexx.de
Rekordniederschläge in Argentinien

 Den stärksten Regen seit über 100 Jahren vermeldete in dieser Woche Argentinien: In nur sieben Stunden fielen in Buenos Aires 400 mm Niederschlag. Bei den Unwettern in Argentinien sind fast 60 Menschen ums Leben gekommen, 20 Menschen werden weiterhin vermisst. Rettungsmannschaften durchkämmten am Donnerstag das Abwassersystem der Stadt auf der Suche nach Opfern. Das Land verhängte eine dreitägige Staatstrauer.

 
Quelle: focus.de
Warmer grönländischer Sommer 2012 durch Wolkenschleier

 Die Eisschmelze in der Arktischen Region in Folge des Klimawandels ist ein bekanntes Phänomen. Im Sommer 2012 ist auf Grönland jedoch soviel Eis geschmolzen, wie seit 150 Jahren nicht mehr. Forscher haben jetzt die Ursache dieses Phänomens gefunden: Ein dünner tiefliegender Wolkenschleier über Grönland ließ genug Sonnenlicht zur Oberfläche durch, um die Luft zu erwärmen. Gleichzeitig jedoch wurde die Abstrahlung der Wärme jedoch effektiv verhindert, so dass sich ein starker Erwärmungseffekt ergab. Bis zu einer Höhe von 500m lagen die Temperaturen großflächig im Plusbereich. Ein solcher Wolkenschleier ist deutlich häufiger vorhanden, als bisher angenommen. Das erklärt mögliche Schwierigkeiten in der Vorhersage grönländischer Klimabedingungen.

 
Quelle: www.scinexx.de
Märzwinter

 Der März hat sich in den letzten Tagen verabschiedet und es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen. Rückblickend betrachtet wird der März 2013 insbesondere im Norden Deutschlands als Wintermonat in Erinnerung bleiben. Der Monat startete zwar recht frühlingshaft. Nach der ersten Märzwoche gerieten wir jedoch in den Zustrom arktischer Luftmassen und die Temperaturen purzelten deutlich. Es wurden tiefste Temperaturen bis hinunter zu -21,3°C (Erzgebirge) erreicht. Das Monatsmittel von Deutschland im März lag bei 0,2°C und damit 3,6 Grad unterhalb der Referenzperiode von 1961-1990. Der März 2013 gehört damit zu den sechs kältesten Märzmonaten seit Beginn der Wetteraufzeichungen. Hinsichtlich des Niederschlages wurden von der Menge her keine Rekorde gebrochen - der Niederschlag blieb im Mittel mit 36 Litern pro Quadratmeter um 21 Liter hinter den Sollwerten zurück. Das besondere am Niederschlag: Er kam insbesondere im Norden und Nordosten Deutschlands meist als Schnee zum Vorschein. Und so wurde über lange Zeiträume im März eine geschlossene Schneedecke beobachtet. Entnervte Kommentare bzgl. des Winters waren in den Medien allerorts zu hören und zu lesen. Berlin lag seit dem 10. März unter einer geschlossenen Schneedecke. Im letzten Märzdrittel wurden gar 20cm Schnee gemessen - seit 1892 hatte es das Ende März nicht mehr gegeben. Positiv hingegen fiel die Sonnenscheinbilanz aus: Die Anzahl der Sonnenstunden lag um 12% über dem Soll. 

Quelle: www.dwd.de
Paradox: Klimawandel und langer Winter?

 Es klingt Paradox: Der lange, kalte und schneereiche Winter soll mit der globalen Erwärmung zusammenhängen. Was unglaublich klingt wird von immer mehr Klimaforschern untermauert: ein "klassischer" schmuddeliger Winter mit viel Regen und Temperaturen im Plusbereich wird uns von starken westlichen Strömungen beschert, welche warme Luft vom Atlantik in unsere Bereiche bringt. Angetrieben wird die starke westliche Luftströmung von einem starken Temperaturgegensatz zwischen den Subtropen und den Polargebieten. Kommt es in den Polargebieten nun zu einer signifikanten Erwärmung, was bedingt durch den Klimawandel aktuell der Fall ist, fällt der Temperaturgegensatz zwischen Subtropen und Pol geringer aus und der Antrieb für die Westwinde fällt schwächer aus. Außerdem kommt es zu einer Verlagerung des Jetstreams, der die Tiefdruckgebiete steuert. So gelangt immer häufiger kalte arktische Luft in unsere Breiten mit Konsequenzen, die wir in diesem Winter und auch in den letzten Wintern erlebt haben. Wenn die Theorie stimmt, sollten wir uns in den kommenden Wintern warm anziehen...

Quelle: www.tageswoche.ch
Winter im März

 Vergangene Woche noch herrschte ein Hauch von Frühling - doch seit Mitte vergangener Woche ist der Winter zurückgekehrt: Temperaturen bis zu -19°C in Quickborn sehen rekordverdächtig aus. Doch sind solche Werte zwar spektakulär, aber nicht völlig unüblich: So fiel das Quecksilber 2006 in Quickborn schon einmal auf -20°C - wie in diesem Jahr auch am 13. März. Auch weiterhin bleibt es noch kalt im Norden und ein Frühlingserwachen ist noch nicht in Sichtweite. Schnee und Kälte werden uns aber wohl noch einige Tage erhalten bleiben.

Rüge der EU wegen schlechter Luft in Deutschland

 Die EU fordert die Bundesregierung wegen schlechter Luftqualität zum Handeln auf. Hauptverursacher der schlechten Luft ist der Straßenverkehr. So werden in vielen Regionen Deutschlands die Grenzwerte für Stickoxide überschritten. Die Bundesregierung hatte bereits eine Fristverlängerung bei der EU beantragt, diese soll jedoch nicht eingeräumt werden. Der Naturschutzbund BUND fordert Maßnahmen um den Autoverkehr in den Städten einzudämmen, beispielsweise durch höhere Parkgebühren oder durch eine stärkere Förderung des öffentlichen Nahverkehrs. Der ADAC hingegen plädiert wie zu erwarten gegen Einschränkungen im Individualverkehr und für neue Technologien in der Motorentechnik. Dabei werden in der Automobilindustrie doch eigentlich eher Technologien für noch mehr Leistung und damit höhere Emissionen als benötigt gefördert.

Quelle: spiegel.de
Weiterer Anstieg der CO2 Emissionen

 Der Ausstoß von Kohlendioxid ist im Jahr 2012 um 1,6% gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Grund dafür sind erhöhte Emissionen infolge des kalten Winters. Außerdem sind Kohlekraftwerke im Jahr 2012 länger gelaufen als im Jahr 2011. Das Umweltbundesamt zeigt sich dennoch zufrieden: Gegenüber dem Jahr 1990 sei der Ausstoß von Kohlendioxid um 25,5% gesunken. Das sei mehr Einsparungen als im Kyoto-Protokoll vereinbart - hier sind von Deutschland 21% zugesagt worden. Wichtig ist jedoch, dass die steigenden Emissionswerte im abgelaufenen Jahr sich nicht fortsetzen.

Quelle: tagesschau.de
Dunkelwinter

Ende Februar - der Winter neigt sich langsam dem Ende entgegen. Die letzten drei meteorologischen Wintertage laufen... dieser Winter war laut Meteorologen der dunkelste Winter seit 40 Jahren - möglicherweise sogar seit Beginn der großflächigen Aufzeichnung der Sonnenscheinstunden im Jahr 1951. Bis heute hat die Sonne im Deutschlandmittel nur 100 Stunden geschienen - normal sind 160 Stunden in den Monaten Dezember/Januar/Februar. Der bisherige Tiefstwert liegt bei 104 Stunden im Jahr 1970. Wenn sich die Sonne in den nächsten beiden Tagen noch kräftig anstrengt, kann der dieser Winter somit noch auf den vorletzten Platz gelangen - ansonsten bleibt's dabei, dass dieser Winter besonders sonnenscheinarm und damit depressiv war.

Quelle: spiegel.de
Herbststatistiken 2012
Der Herbst 2012 ist meteorologisch gesehen seit dem 30.11. abgeschlossen - Zeit Bilanz zu ziehen. Der vergangene Herbst war relativ mittelmäßig - von den Temperaturen lag der Mittelwert mit 9,2°C nur 0,4 Grad über dem der Referenzperiode von 1961 - 1990. Trotzdem war dieser Herbst wieder einmal zu warm, wenn auch nur leicht. Die Niederschläge lagen mit 172 Litern pro Quadratmeter sechs Prozent unter den Sollwerten - passend dazu schien die Sonne auch sechs Prozent mehr. Was bleiben für Wetterextreme im Herbst 2012 haften? Sicherlich die außergewöhnlich hohen Temperaturen von bis zu 27° Mitte Oktober. Nur kurze Zeit später folgten mit bis zu -11,2°C außergewöhnlich niedrige Temperaturen im Erzgebirge. Auch Schnee wurde Ende Oktober bereits reichlich beobachtet - in Gera wurde eine Schneedecke von 17cm gemessen. Warten wir mal ab, was uns der frisch eingetroffene Winter bringt. Quelle: dwd.de
Germanwatch Klimaschutzindex - Deutschland fällt zurück

Germanwatch hat ihren alljährlichen Klimaschutzindex veröffentlicht - beurteilt werden die Staaten hinsichtlich der CO2-Emissionen und deren Entwicklung, der Energieeffizienz, dem Anteil der erneuerbaren Energien und der Klimapolitik des Landes. In diesem Jahr ist Deutschland um zwei Plätze nach unten gerutscht - insbesondere hinsichtlich der Energieeffizienz sei noch Luft nach oben. Hoffnung jedoch geben China und die USA, welche sich - wenn auch nur leicht - in ihrem Ranking verbessert haben. In den USA ist dies hauptsächlich auf den höheren Anteil von Erdgas am Energiemix und auf den erhöhten Anteil erneuerbarer Energien beispielsweise in Kalifornien zurückzuführen. Spitzenreiter im Ranking sind Dänemark und Schweden - Platz 4 und Platz 5. Die ersten drei Plätze bleibem im Ranking der Germanwatch traditionell unbesetzt - da kein Staat genug gegen den Klimawandel unternimmt.

Quelle: spiegel.de
Extremwetter 2012
Das Jahr 2012 ist durch eine vielzahl von extremen Wetterereignissen gekennzeichnet gewesen. Auch die schwergewichtigen Länder der Klimakonferenz in Doha waren besonders betroffen: Die USA verzeichneten das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, hier steckt auch der tropische Sturm Sandy den Amerikanern noch in den Knochen. Kanada "genoss" den wärmsten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen und in Brasilien herrschte eine außergewöhnliche Dürre. Im sonst so kühlen Grönland wurden wurden mit 24,8°C Ende Mai neue Rekordwerte erreicht. Großbritannien litt im Sommer unter dem nassesten Sommer seit 1912. Viele einzelne Extrema, welche sich alleine nicht unmittelbar mit dem Klimawandel erklären lassen. In der Summe ihres Auftretens jedoch ist ein Zusammenhang mit dem Klimawandel offensichtlich. Übrigens fällt das Jahr 2012 in die Top 10 der wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen....Quelle: sueddeutsche.de
Hiobsbotschaften aus der Klimaforschung
Derzeit tagt mal wieder die Klimakonferenz und wird wahrscheinlich nichts bewirken. Dabei gibt es neue Hiobsbotschaften von den Klimaforschern. Der Meeresspiegel steigt nach aktuellen Informationen des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) etwa 60% schneller als noch vor wenigen Jahren angenommen. Eine weitere Studie geht davon aus, dass extreme Wetterphänomene in den ärmsten Ländern der Welt mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht werden können. In den vergangenen 20 Jahren brachten derartige Wetterphänomene rund 50.000 Todesopfer.Quelle: ntv.de
Kältere Winter durch Arktisschmelze?

In diesem Jahr gab es einen neuen Rekord in der arktischen Meereisbedeckung - noch nie wurde eine so geringe Ausdehnung des Meereises beobachtet wie in diesem Jahr. Doch bringt die Schmelze des Eises in der Arktis uns kältere Winter? Neuere Studien halten dies für möglich. Der Grund dafür ist eine veränderte Zirkulation: Die Sonne kann die arktischen Regionen durch das fehlende Eis stärker aufheizen, dadurch fallen die Temperaturgegensätze zwischen den mittleren Breiten und den Polarregionen schwächer aus. Dieser Temperaturgegensatz ist jedoch ein wesentlicher Antrieb der atmosphärischen Zirkulation. Die Westwinde fallen durch den geringeren Temperaturgegensatz schwächer aus und es können sich öfter sog. meridionale Wetterlagen ausbilden, d.h. Wetterlagen mit einer Nord-Südlichen Strömung, welche arktische Kaltluft in unsere Breiten führt. Experten halten es für möglich, dass die ungewöhnliche Strömungssituation, welche den Wirbelsturm Sandy in den USA begünstigt hat, auch bereits auf die geringe Meereisbedeckung der Arktis in diesem Jahr zurückzuführen ist.

Quelle: spiegel.de